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Lexikon

Lexikon - Die Fesselstandstheorie

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Die Fesselstandstheorie ist mit der Zehenachsentheorie nahezu identisch. Der huf muss von vorne, von der Seite als auch von hinten, zum Unterschied gegenüber der Zehenachsentheorie, zum jeweiligen Fesselstand passen.

Der Hauptvertreter dieser Theorie ist Bauer. Bei der Beurteilung passt der Huf zum Fesselstand von vorn, wenn die verlängerte Fessellinie die Mitte der Hufzehe trifft, von der Seite , wenn die Fessellinie zur Zehenlinie parallel verläuft, von hinten, wenn die nach unten verlängerte Halbierungslinie des Mittelfußes in die Mitte der Ballengrube fällt.

Bei unregelmäßiger Gliedmaßenstellung endet die verlängerte Fessellinie von vorn betrachtet nicht in der Mitte des Hufes, sondern z. B. bei bodenenger Stellung auf dem äußeren Zehenteil, dabei weicht nach Bauer die wirkliche Zehenmitte nach dem zu langen Wandabschnitt hin ab, der aber meist schräger steht. Durch Unterlegen von Holzkeilen kann die kurze Wand leicht ermittelt werden und die gebrochene Fessellinie begradigt werden.

Vor dem Beschlag erfolgt eine genaue Beurteilung im Stande, in der Bewegung, am aufgehobenen Huf sowie des alten Eisens. Diese Beurteilung hat auf einer ebenen Vorführbahn zu erfolgen, um Abweichungen des Fesselstandes festzustellen. Bei der Zubereitung ist die naturgemäße Form und Größe des Hufes zu erhalten und diese zum Fesselstand passend zu machen. Sohle und Strahl werden nur von zerfallenden. Losen Hornteilen befreit.

Bauer empfiehlt am Zehenteil einen Probeschnitt, der erkenne lässt, wie stark die Hornwand verkürzt werden kann.

Der Tragerand soll aus Hornwand, weißer Linie und Sohlenhorn, welches der Breite der Stärke der Hornwand entspricht, bestehen. Die Trachten sind schonend zu bearbeiten und sollten beim gesunden, regelmäßigen Huf möglichst mit dem Strahl in einer Höhe liegen, wobei der Strahl nicht tiefer als der Tragerand der Hornwand liegen soll.

Bei Vorderhufen ist nach Bauer immer dort eine Zehenrichtung anzubringen, wo das Pferd sich dieselbe abläuft.



 

 
 


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