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Lexikon

Lexikon - Die Zehenachsentheorie

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Die Zehenachsentheorie hat das Ziel, den Huf zur Zehenachse passend zu machen, d. h. die Zehenachse muss gerade (gestreckt) verlaufen. Die Verfechter dieser Theorie sehen darin die optimale Belastungsfähigkeit des Hufes.

Nach Wolfers wurde diese Theorie bereits im vergangenen Jahrhundert von Fambach ausgestellt, die in der Dresdner Schule unter Lungwitz und Fischer, der Münchener Schule unter Gutenäcker und Moser und der Wiener Schule besonders unter Habacher weitere Anhänger fand.

Die Verfasser gehen von der Tatsache aus, dass die Zehenachse von vorn gerade verläuft, d. h. die Zehenachse steht senkrecht, parallel zur Medianebene des Körpers, mündet distal in der Hufebene und endet in der Mitte der Hufzehe. Dabei muss nach Moser die Krone waagerecht zum Tragerand liegen und beide senkrecht zur Zehenachse. Von der Seite gesehen, muss die Zehenachse parallel zur Zehenwand stehen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so ist die Fußung eben, der Gang normal und die Abnutzung gleichmäßig.

Nach Moser hat vor dem Beschlag eine eingehende Beurteilung im Schritt auf Fußung und Gangart, im Stehen von vorn und von der Seite auf die Stellung der Gliedmaße und Richtung der Zehenachse, von hinten die Lage der Ballen und Fersenwände und am aufgehobenen Fuße der Sohle und Eckstreben, des Tragerandes und Strahles sowie der Stahlfurchen zu erfolgen.

Sohle, Strahl und Eckstreben dürfen nicht geschwächt werden, sofern deren Wachstum in Stärke und Richtung nicht von der Form abweichen.

Das Wesentliche bei der Zubereitung ist die richtige Verkürzung des Tragerandes, die nach Moser unter Berücksichtigung folgender Punkte zu erfolgen hat: 1. Die vom losen Horn gereinigte Sohle, 2. die Art des Fußens und die Abnutzung des Hufeisens, 3. die Lage der Krone und 4. den Verlauf der Zehenachse wobei der 4. Punkt besonders zu beachten ist.

Ein Teil des Sohlenhorns wird mit zum Tragerand herangezogen. Der Rand des Tragerandes wird abgerundet, aber die Wand darf bei geradem Verlauf niemals beraspelt werden.

Der Tragerand des Hufes nach Fischer ist richtig zubereitet, wenn eine gleichmäßige Fußung erzielt ist, und dieser sich im richtigem Verhältnis zur Zehenachse befindet. Bei regelmäßiger Stellung sind die äußere und die innere Wand gleich hoch, aber bei unregelmäßiger Stellung, z. B. der bodenengen, sind die Wände ungleich in ihrer Länge.

Nach Fischer soll dabei die innere Wand etwas länger sein als die äußere. Bei

Bodenweiter Stellung ist es umgekehrt. Die Abnutzung, die sich an beschlagenen Hufen deutlich an der stärker abgenutzten Eisenstellen zeigt, ist nach Fischer und übereinstimmend nach Moser und Habacher ein Zeichen dafür, dass dieser Wandabschnitt das Hufes zu hoch ist und somit zuerst den Boden berührt. Erst sehr spät hat sich Fischer der Fesselstandstheorie angeschlossen und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass der schräge Wandabschnitt, da er zu hoch und zu lang ist, gekürzt werden muss, und der steilere Wandabschnitt geschont bleibt, um den Huf dem Fesselstand anzugleichen.

Zum Schluss der Zubereitung sind alle Hufe nochmals genau zu überprüfen, ob die vorderen oder hinteren Hufe untereinander gleich groß sind, gleichmäßig fußen, ihre Krone waagerecht liegt und ob die Zehenachse gestreckt verläuft.



 

 
 


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