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Hufschmied Uwe Bumel
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Lexikon

Richtige Pferdehaltung: Wie kann ich ein beschlagenes Pferd auf "Barfußgehen" umstellen?

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Richtige Pferdehaltung zur Förderung von gesunden Hufen:

- Offenstallhaltung

- täglicher Weidegang

- zum Abhärten der Hufe, täglicher Gang auf hartem Boden

- keine Einstreu, sondern trockener fester Untergrund (für ca. einen Monat)

- tägliches Reinigen des Hufes (kein Leitungswasser)

- regelmäßige Kontrolle (6 - 8 Wochen) des Hufes durch den Hufschmied

-auf Qualitätsfutter achten

Wer die Möglichkeit hat, diese Maßnahmen einzuhalten, wird feststellen, dass Hufeisen (es gibt Ausnahmen z.B. orthopädische Maßnahmen) zu einem überflüssigen Übel werden.

Merke: Hufeisen sind bis auf wenige Ausnahmen ein notwendiges Übel, bedingt durch falsche Pferdehaltung.

Auch der Übergang, von der Abnahme der Hufeisen bis zum Barfussgehen, ist leider nicht der Angenehmste und Schönste. Aber hier eine Anleitung, sowie Tipps und Ratschläge, wie sie es schaffen können. Die Umstellung von Hufeisen auf das "Barfussgehen", das heißt, bis man einen funktionstüchtigen Tragerand hat, dauert normalerweise 9 - 12 Wochen. Was passiert nach Abnahme der Hufeisen? Oftmals geht das Pferd, kurz danach, nicht mehr taktmäßig oder sogar lahm. Dies kommt daher, dass der Huf jetzt, wo das Hufeisen nicht hindert, bessere Ausdehnungsmöglichkeiten hat, wodurch eine vermehrte Zugbelastung auf die empfindlichen Huflederhautzöttchen entsteht. Die verstärkte Spreizung der seitlichen Hufwände bewirken also Spannungen im Huf, die sich schmerzhaft äußern. Außerdem ist der Huf jetzt ohne Eisen ungeschützt und die Hornwand (besonders durch die Nagellöcher) instabil. Das geschwächte Hufhorn ist der Einstreu und den Fäulniserregern lange ausgesetzt (siehe Kapitel "Ausgebrochene und spröde Hufe").

Folge: Der Tragrand bricht weg, das Horn wird geschwächt und dadurch der Abrieb viel zu groß. Nach kurzer Zeit läuft das Pferd auf der Sohle und lahmt.

Wie kann ich nun diesen Problemen,

- Lahmheit.

- Geschwächtes Horn.

- Geschwächtes Horn mit folgender Lahmheit, entgegenwirken?

a) Nachdem die Eisen abgenommen wurden, sollte man darauf achten, dass der Hufschmied, nach der Korrektur, den Tragrand lang genug läßt (3 - 5 mm)

b) Um die Spannungen im Huf (bedingt durch die verstärkte Ausdehnungsmöglichkeit des Hufes ) zu lösen, sollte man den Huf dreimal in gestampfte Kartoffel inkl. Schale oder in Leinsamen einpacken.

Praktischer Anwendungshinweis:

Abends:

- drei Plastiktüten ineinanderstülpen

- ungeschälte Kartoffeln leicht erhitzen, so das man sie zerstampfen kann

- die gestampften Kartoffeln in die Plastiktüten füllen

- das Ganze, wie ein Schuh, über den Huf ziehen und anschließend mit einer Bandage und Klebeband befestigen

Morgens:

- Am nächsten Morgen, das Bein mit Seifenwasser abwaschen (wichtig) und anschließend mit Melkfett einmassieren

- Die Behandlung sollte drei mal hintereinander wiederholt werden

Während dieser Behandlung sollte das Pferd sechs Tage lang nur schonend bewegt werden.

Hinweis / Tipp:

Diese Methode sollte bei Pferden, die aus welchen Grund auch immer, trotzdem Hufeisen brauchen, einmal pro Jahr Anwendung finden, besonders bei Pferden mit Hufrollenentzündung oder chronischer Lahmheit. Wirkung dieser Kur ist, dass der Huf sich weitet und somit besser durchblutet wird. Dies wirkt sich positiv auf die Hufrolle aus und löst Spannungen. (z.B. durch zu eng liegende Eisen)

c) Die Einstreu abändern. Das Pferd muss auf festem und trockenem Boden stehen.

d) Um die Hufwand zu stärken und ein Ausbrechen zu verhindern, sollte man das Mittel "Tuff Stuff" unbedingt anwenden. Es stärkt die Hufwand und macht sie abriebfester.

e) Damit genügend gesundes Horn von oben schneller herunterwächst und um die, zur Wiederherstellung eines funktionstüchtigen Tragrands, benötigte Zeit zu verkürzen, sollte der Kronrand täglich mit "Cornucrescime" zur Wachstumsförderung behandelt werden.

f) In der 2 - 3 Woche nach der Abnahme der Eisen, sollte das Pferd, bevor man lange Wanderritte unternimmt, langsam auf hartem Boden trainiert werden.

g) Steinigen Boden anfangs vermeiden.

Nach dieser Anleitung, ist ihr Pferd auch während der Umstellung Berittfähig. Sollte der Huf in dieser Zeit hartem Boden (Straße) ausgesetzt sein, sollte man zeitweise Hufschuhe nutzen

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